UFS Explorer Network RAID ist die fortschrittlichste Edition der klassischen Produktfamilie. Sie umfasst alle Funktionen von UFS Explorer RAID Recovery und bietet darüber hinaus eine zusätzliche Kernfunktion: den Zugriff auf Laufwerke anderer Computer im lokalen Netzwerk, als wären sie direkt mit der lokalen Workstation verbunden. Dies ist besonders nützlich, wenn ein RAID-Array mehr Mitgliedslaufwerke enthält, als eine einzelne Workstation physisch aufnehmen kann, wenn spezialisierte Hardware nur über eine begrenzte Anzahl von Anschlüssen verfügt oder wenn ein entfernter Computer ein besser geeignetes Betriebssystem oder eine leistungsfähigere Umgebung für eine bestimmte Aufgabe bietet.
Bei 10-Gbit/s-LAN-Geschwindigkeit ist der praktische Unterschied zwischen einer lokalen SAS-Verbindung und einer Netzwerkverbindung minimal. Selbst in 1-Gbit/s-Netzwerken bleibt der Workflow für die meisten Wiederherstellungsvorgänge effizient. Die Software kommuniziert mit anderen UFS Explorer-Instanzen entweder über das Standard-iSCSI-Protokoll oder über ihr eigenes, UDP-basiertes Protokoll mit geringerem Overhead. Beide Protokolle stehen gleichzeitig zur Verfügung.
Neben der integrierten iSCSI-Initiatorfunktion ermöglicht die Software auch den Betrieb als iSCSI-Ziel. Dadurch können erstellte Volumes für jeden iSCSI-fähigen Client freigegeben werden, darunter der Windows-iSCSI-Initiator, andere Editionen von UFS Explorer oder kompatible Drittanbieter-Tools. Ein gängiger Workflow besteht darin, ein wiederhergestelltes NAS-Volume als lokale virtuelle Festplatte auf der Wiederherstellungs-Workstation bereitzustellen und anschließend mit Standard-Betriebssystemtools und UFS Explorer darauf zuzugreifen.
Wenn die Software lizenziert ist, benötigt nur die Instanz, die zum Speichern wiederhergestellter Dateien verwendet wird, eine Lizenz. Instanzen, die auf entfernten Computern ausgeführt und ausschließlich zur Freigabe von Laufwerken im Netzwerk verwendet werden, benötigen keine Lizenz.